Schlagwort: 2022

  • Aktionskonferenz am 26. März

    Ort und Zeit
    Kulturbahnhof // Franz Ulrich-Str. 6 // 34117 Kassel
    Die Konferenz startet um 10 Uhr.

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    Ablauf

    I. Gemeinsame Diskussion
    10:00 Ankommen und Begrüßung
    11:00 – 13:00 Uhr Podiumsdiskussion „Gegen Krieg und Aufrüstung“ mit Kerstin Pfeiffer (FrauenLesbenGruppe Frankfurt / Women defend Rojava), Tamara Rewald (Klimagerechtigkeitsbewegung), Barbara Happe (Urgewald), Ayşe Güleç (NSU-Komplex / documenta15)
    und von Rheinmetall entwaffnen (N.N.)
    13:00 Pause

    II. Workshop-Phase 14:00 – 15:45 Uhr
    Die Workshops dienen zur inhaltlichen Vertiefung. Hier kann in kleineren Runden an die Podiumsdiskussion angeschlossen, offene Fragen und Leerstellen behandelt werden. Geplant sind u.a. folgende Workshops:
    –  Antimilitaristische Handlungsoptionen im Alltag von Krieg und Aufrüstung
    –  Rojava/ Kurdistan-Solidarität
    –  Welche aktuellen Schritte zur Mobilisierung eines antimilitaristischen Widerstandes ergeben sich aus einer feministischen Analyse?
    – Kunst als politisches Mittel (Kollektiv ZEFAK; Englisch mit deutscher Übersetzungsmöglichkeit) 
    – Klimabewegung
    – Rüstungsproduktion und Aufrüstung der Grenzen
    Die Workshops finden parallel statt.

    III. AG-Phase 16:00 – 18:00 Uhr
    Wir wollen gemeinsam ins Arbeiten kommen. Vorbereitungskreise für die Proteste im Sommer in Kassel stellen sich und den Stand der Dinge vor. Es wird auch Raum geben für AG-Neugründung.
    18:20 Ergebnisse der Aktionskonferenz festhalten
    19:00 Schluss


    IV. Socializing ab 20:30 Uhr
    Ort tba

    Anmeldung
    Damit wir abschätzen können, wie viele Leute kommen, bitten wir um eine Anmeldung unter rheinmetall-entwaffnen[at]riseup.net

    Übersetzung // Translation
    Bitte teilt uns mit, wenn Übersetzungen benötigt werden.
    Please let us know if translation is needed.

    Corona-Regeln
    Bitte testet euch vor der Konferenzteilnahme. Es werden aber auch Tests und FFP2-Masken vor Ort verfügbar sein.

    Spezielle Bedürfnisse
    Der Konferenzort ist weitestgehend barrierearm. Wenn es weiteren spezielle Bedarf gibt, wie beispielsweise nach Gebärden-Dolmetscher, teilt uns das bitte mit. Wir werden sehen, was wir tun können.

    Verpflegung
    Aufgrund der geltenden Hygienenregeln des Veranstaltungsortes wird es in dem Gebäude keine Essensausgabe geben. Bitte denkt selbst an Verpflegung für diesen Tag. Wir befinden uns in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, wo es ausreichend Möglichkeiten gibt, Essen zu besorgen.

    Kontakt und Anmeldung
    rheinmetall-entwaffnen[at]riseup.net

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  • Kassel entwaffnen ist keine Kunst

    Krieg beginnt hier. Aktionskonferenz in Kassel am 26. März

    Im Sommer 2022 findet die documenta, die weltweit größte Ausstellung für zeitgenössische Kunst, in Kassel statt. Die documenta fifteen wird von dem indonesischen Kollektiv ruangrupa kuratiert, das die Bedeutung von Nachhaltigkeit und globaler Gerechtigkeit besonders betont. Der Rüstungsstandort Kassel, ein wichtiges Zentrum der deutschen Kriegsindustrie, steht diesem Anspruch klar entgegen. 365 Tage im Jahr werden hier Waffen produziert und in die ganze Welt exportiert.

    Bis zu einer Million Tourist:innen besuchen die documenta und für 100 Tage schaut die Welt nach Kassel. Das werden wir nutzen und gemeinsam während der documenta fifteen Widerstand gegen die Waffenkonzerne der Stadt und gegen die verheerenden Konsequenzen von Rüstungsexporten, Aufrüstung und Abschottung leisten.

    Unsere Aktionen werden so vielfältig und entschlossen sein wie die Bewegungen aus denen wir kommen. Die Forderung nach dem sofortigen Stopp aller Rüstungsproduktion verbindet uns. Sie ist ökologisch katastrophal. In einer Welt mit begrenzten Ressourcen hat die Produktion von Kriegsgerät, das einzig und allein zur Zerstörung eingesetzt wird, keinen Platz. Ihre sofortige Abschaffung ist ein notwendiger und konkreter Schritt für eine nachhaltige, lebenswerte und gerechte Zukunft.

    Noch viel schwerer wiegen die durch Kriege verlorenen Menschenleben und zerstörten Gesellschaften im von der Klimakrise stark betroffenen globalen Süden – Konflikte, von denen die Waffenindustrie in Kassel direkt profitiert. Besonders drastisch zeigt sich das in Rojava, wo der türkische Staat mit deutschen Waffen unsere Freund:innen der kurdischen Freiheitsbewegung überfällt und so den Aufbau einer lebenswerten Gesellschaft verhindert.

    Die gleichen Konzerne, die Waffen exportieren und damit Kriege ermöglichen, liefern die europäischen Grenzmauern zur Abschottung von Flüchtenden gleich mit. Diese Grenzmauern werden flankiert und legitimiert durch die rassistische Erzählung von der Verteidigung des Wohlstands der Gesellschaften des Globalen Nordens gegen Migrant:innen. Das sind keine neuen Entwicklungen. Es handelt sich um historische Kontinuitäten. Sie sind seit dem Zeitalter der Kolonisierung und des klassischen Imperialismus zu einem weltumspannenden System geworden.

    Frieden, soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit sind untrennbar verbunden mit der Überwindung von Beherrschung und Unterwerfung. Der Blick nach vorne in eine friedliche Welt zeigt schließlich die Notwendigkeit einer feministischen Perspektive. Tatsächliche Sicherheit erfordert nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern auch die Abschaffung ungerechter sozialer Verhältnisse, ungleiche Geschlechterverhältnisse eingeschlossen.

    Wir laden alle Klimaaktivist:innen, Feminist:innen, Antirassist:innen, Antifaschist:innen, Künstler:innen und alle anderen Kämpfer:innen für eine friedliche und gerechte Welt ein, auf der Aktionskonferenz gemeinsame Pläne für einen heißen, antimilitaristischen Sommer 2022 in Kassel zu schmieden. Unsere Vielfalt, unsere unterschiedlichen Perspektiven und Ideen sind unsere Stärke.

    Informationen zu Ort und Ablauf folgen.
    Rückmeldung und Kontakt: rheinmetall-entwaffnen@riseup.net

    Bündnis Rheinmetall entwaffnen, Februar 2022

  • Kommuniqué No. 1

    Wir haben Großes vor. Im Sommer 2022 kommen wir nach Kassel. Die Stadt zeigt sich als ein Kristallisationspunkt unserer Zeit, weswegen wir es wagen, uns hier ins Handgemenge zu begeben, um die zerstörerische Gegenwart zu beenden und die Zukunft zu erfinden.

    Die Stadt der Künste wird in diesem Jahr wieder einem Wimmelbild voller Menschen gleichen, wenn die »documenta« von Juni bis September ihre Pforten öffnet, um kollektiv entstehende zeitgenössische Kunst zu präsentieren. Schon fast traditionell entfalten sich dabei Räume für Protest und Widerstand. Die ganze Welt blickt in diesen Wochen auf Kassel und dies wird uns eine Bühne sein. Aber nicht nur das: Künstler*innenkollektive aus aller Welt sind gleichfalls vor Ort und ein Hauch von Internationalismus wird durch die Straßen wehen, wenn sie uns von ihren Kämpfen erzählen.

    Die Stadt der Rüstung ist ein zentral in der Bundesrepublik gelegener Waffenproduktionsort. Seit über 100 Jahren wird hier Tod und Leid produziert, mit denen Deutschland die Welt überzieht. Das deutsche Rüstungszentrum wurde deshalb im Zweiten Weltkrieg zerbombt, was sich heute noch in der Stadtarchitektur zeigt, und wurde bald wieder zur Waffenschmiede. Aus Kassel kommen beispielsweise die Leopard-2-Panzer mit denen das türkische Regime unsere Freund*innen der kurdischen Freiheitsbewegung überfällt. Um Angriffskriege zu stoppen, müssen wir hier die Rüstungsindustrie angreifen.

    Die Stadt der Klimakrise weist sich durch ihre perversen sechsspurigen Straßen mitten durch die City aus, aber ebenso durch das Volkswagenwerk im Landkreis und das Mercedes-Benz-Werk in unmittelbarer Nachbarschaft zu Rheinmetall in der Nordstadt. Auch das größte deutsche Erdgas- und Erdölunternehmen Wintershall Dea mit Hauptsitz in Kassel nehmen wir in unseren Fokus. Denn als Teil der Klimagerechtigkeitsbewegung hängen für uns Klimakatastrophe und Krieg untrennbar zusammen.

    Die Stadt der Nazi-Morde an Halit Yozgat und Walter Lübcke sowie der Schuss auf einen antifaschistischen Geschichtslehrer 2003 sind nicht ohne die anhaltende Präsenz der Kassler Nazi-Szene denkbar, auf der wie ein Fettauge der hessische Verfassungsschützer Andreas Temme schwimmt. Dies ist nur ein Ausdruck der hessischen Verhältnisse unter der schwarz-grünen Landesregierung. Aber auch die organisierte Anklage gegen Politik und Behörden kommt aus Kassel: Auf Initiative von Familie Yozgat demonstrierten im Mai 2006 über 3000 Menschen überwiegend aus migrantisierten Communitys durch die Innenstadt. Es war die größte Manifestation im Zusammenhang mit den NSU-Morden.

    In diesen und vielen weiteren Widersprüchen werden wir uns im Sommer 2022 bewegen. Das verspricht eine aufregende und spannende Zeit, die vieles ermöglichen wird. Dort, wo sich gewichtige Probleme der Welt bündeln, ist ein geeigneter Ort, dagegen zu kämpfen. Wie das konkret aussehen kann, werden wir auf einer Aktionskonferenz am 26. März in Kassel austüfteln. Wir laden euch ein, mit uns in die nordhessische Großstadt zu kommen. Lasst uns gemeinsam eine neue Perspektive öffnen, um in gewohnt frecher Art den deutschen Normalzustand zu durchbrechen und die gegen das Leben gerichteten Verhältnisse nachhaltig zu stören.

    rheinmetallentwaffnen.noblogs.org

    Rheinmetall Entwaffnen, Februar 2022

     

    Die englischsprachige Fassung des Textes befindet sich hier:
    https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org/languages/english/

  • Auf ein antimilitaristisches Jahr 2022: Wir sehen uns in Kassel!

    Im Jahr 2022 werden wir als „Rheinmetall Entwaffnen“-Bündnis in Kassel sein. Kassel ist ein zentral in der BRD gelegener Rüstungsproduktionsstandort, in dem unter anderem die Panzer produziert wurden, mit der die Türkei wiederholt in Rojava eingefallen ist.

    In den kommenden Wochen erfahrt ihr dazu Näheres. Seid gespannt!

    Wir wünschen uns und euch ein kämpferisches neues Jahr!

    Transparent "Kassel: Rheinmetall wir kommen!" - gesehen auf der Aktion in Oberndorf
    Transparent „Kassel: Rheinmetall – wir kommen!“ – gesehen auf der Aktion in Oberndorf