Schlagwort: 2022

  • Presseschau 2022

    Pressestimmen über die antimilitaristsiche Aktionstage.

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  • Unsere feministische Antwort auf Krieg und Patriarchat ist Aufwiegelung und Verrat!

    frieden braucht feminismus
     

    Der Kampf gegen Militarismus und Krieg braucht eine feministische Perspektive auf Befreiung: Krieg und patriarchale Gewalt sind aufs Engste miteinander verwoben. Die feministische Antwort darauf ist Aufwiegelung und Verrat! Aufwiegelung gegen und Verrat an der militärischen Logik als zentrales Moment von patriarchalen und kapitalistischen Strukturen. Antimilitaristische Positionen sind nur konsequent, wenn sie das Patriarchat in Frage stellen.

    Frauenfeindliche Gewalt, Feminizide, Vergewaltigung und „private“ Gewalt sind von ihrem Ausmaß her ein unerklärter Krieg gegen Frauen*. Krieg und Besatzung bedeuten immer die extreme Verschärfung patriarchaler Gewalt und Rollenmuster. Die massenhafte Vergewaltigung von Frauen als Kriegsstrategie zieht sich durch die gesamte Geschichte. Gleichzeitig kann es Vergewaltigung als Kriegswaffe nur geben, weil Vergewaltigung zum patriarchalen Alltag gehört. Ohne den Blick auf diesen Alltag und seine staatliche Gewalt gibt es keine Analyse von Krieg.

    Als Feminist*innen stehen wir entschieden gegen jede Aufspaltung in ein „Wir“ und „die Anderen“. Diese Aufspaltung ist die Voraussetzung nicht nur für patriarchale Zuschreibungen, sondern auch für jede Form von Rassismus, Kolonialismus, für Nationalismus und Abschottung, für Militarisierung und Krieg. Eine feministische Perspektive antimilitaristischer Politik verbindet soziale und ökologische Fragen, Geschlechterverhältnisse und -zuschreibungen, Gewalt gegen Frauen und Queers, Hierarchisierung von Menschen, und macht den Alltag zum Themenfeld unserer Politik. Hierbei ist es für uns als Feminist*innen in Westeuropa grundlegend, dabei auch eine antikolonialistische Perspektive einzunehmen. Der westeuropäische Alltag mit seinem Wohlstand ist auf der Ausbeutung kolonialisierter Länder und Menschen aufgebaut. Diese Kopplungen werden wir sichtbar machen – auch in unseren Aktionen.

    Eine Perspektive ist für uns der Aufbau einer befreiten Gesellschaft in Rojava/Nordostsyrien. Seit dem 17. April führt das türkische Militär einen brutalen Angriffskrieg, der hier keinerlei gesellschaftlichen Aufschrei und fast keine mediale Aufmerksamkeit erhält. Dieser wird auch mit Giftgas sowohl gegen kurdische Gebiete in Sengal im Nordirak als auch gegen Rojava geführt: Die Menschen dort, die unter gleichberechtigter Beteiligung der Frauen* eine geschlechterbefreite Gesellschaft aufbauen, brauchen dringend unsere entschiedene, feministische Solidarität!

    Lasst uns aus feministischer Perspektive gegen Militarismus und Krieg auf die Straße gehen! Für geschlechterbefreite Gesellschaft, für Basisdemokratie, für Ökologie und Klimagerechtigkeit. Gegen alle Grenzen. Gegen alle Imperien. Gegen alle Kriege!

    Kommt zum Camp in Kassel von RheinmetallEntwaffnen vom 30. August bis 4. September 2022: Bringt eure Erfahrungen, Ideen und eure Sehnsucht nach Befreiung mit. Teilt mit uns Kollektivität, Bildung, Diskussion, Vernetzung und widerständige Aktionen gegen die Rüstungsproduktion mitten in der Stadt!

    Autonom feministische Organisierung im Bündnis Rheinmetall Entwaffnen, 15. August 2022

    *Der Begriff Frauen wird hier nicht biologisch genutzt. Die politische Nutzung des Begriffs „Frauen“ ist notwendig aufgrund der direkten und strukturellen Gewalt im Patriarchat, die aufgebaut ist auf „Zweigeschlechtlichkeit“ und der entsprechenden Zurichtung. Die beschriebenen Gewaltstrukturen im Patriarchat richten sich auch gegen Personen, die nicht in eine Zweigeschlechtlichkeit passen (wollen).

  • Programm – Workshops und Vorträge auf dem Camp (vorläufig)

    Es werden noch weitere Workshops und Vorträge hinzukommen! Das Programm werden wir entsprechend aktualisieren. Wir haben mehrere Zelte, so dass Veranstaltungen auch parallel stattfinden. Hier schon mal ein Vorgeschmack – wir freuen uns auf euch! Ganz unten (und durch Anklicken des Titels) findet ihr die ausführlichen Beschreibungstexte, sofern sie schon vorhanden sind, sowie Ankündigungen aktueller Ausstellungen.

    Das Gesamt- und jeweilige Tagesprogramm in Tabellenform könnt ihr unter dem Menüpunkt „Programm“ einsehen. Da gibt es auch nochmal die Beschreibungstexte durch Klicken auf den jeweiligen Titel.

    Vorläufiges Programm 30.08.2022 – 04.09.2022: (mehr …)

  • Veranstaltungen im Juli und August

    Es gibt zahlreiche Mobilisierungsveranstaltungen und offene Treffen. Hier sind die kommenden aufgelistet:

    jeden Mittwoch, 18 Uhr: Offenes Treffen
    OM10, Göttingen

    Montag, 11. Juli, 19 Uhr: VoKü und Infoveranstaltung
    Kiezladen Sonnenallee 154, 12059 Berlin-Neukölln

    Dienstag, 12. Juli, 19 Uhr: Offenes Antimilitaristisches Treffen
    Cafe ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt am Main

    Donnerstag 14. Juli, 18 Uhr: Infoveranstaltung
    AStA der TU-Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin-Charlottenburg

    Donnerstag, 14. Juli, 19 Uhr: Veranstaltung
    UJZ Korn, Kornstraße 32, Hannover

    Donnerstag, 14. Juli, 19 Uhr: Veranstaltung
    Welthaus am Hauptbahnhof, Heidelberg

    Freitag, 15. Juli, 16 Uhr: Vortrag: Antimilitarismus
    Festival bambule, Studihaus Foyer, Kassel

    Freitag, 15. Juli, 17 Uhr: Veranstaltung
    Kurdischer Kulturverein, Mannheim

    Dienstag, 19. Juli, 19 Uhr: Veranstaltung
    schickSAAL, Clemensstr. 7, 23552 Lübeck

    Mittwoch, 20. Juli, 17 Uhr: Veranstaltung
    Naturfreundehaus, Ludwigshafen

    Freitag, 22. Juli, 18:30 Uhr: Info und Mobi-Veranstaltung
    Bikes & Rails, Emilie-Flöge-Weg 4, 1100 Wien

    Sonntag, 24. Juli, 14 Uhr: Workshop
    Lützerath

    Dienstag. 26. Juli, 19 Uhr: Veranstaltung
    Linienstraße 206, Berlin-Mitte

    Freitag 29. Juli
    Karlsruhe

    Sonntag, 31. Juli, 16 Uhr: Veranstaltung
    Buntes Haus, Celle

    Montag, 8. August, 19 Uhr: Veranstaltung
    Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstraße 108, Düsseldorf

    Dienstag, 9. August, 19 Uhr: Perspektive-Tresen
    Bandito Rosso, Lottumstr. 10a, Berlin-Prenzlauer Berg

    Donnerstag, 11. August, 20 Uhr: Offenes antimilitaristisches Treffen  Bürkstraße 48, Villingen-Schwenningen

    Montag. 15. August, 19:30 Uhr: Info-Veranstaltung und Film-Vorführung
    Vor dem New Yorck im Bethanien, Berlin-Kreuzberg

    Mittwoch, 17. August, 19 Uhr: Vortrag: Mobi-Veranstaltung
    Buttclub, Hafenstr. 126, Hamburg-St. Pauli

    Mittwoch, 17. August, 20 Uhr: Info- und Mobi-Veranstaltung von EXiL
    leo:16, Herwarthstr. 7, Münster

    Freitag, 19. August, 19 Uhr: Aktuelle Infos zu den Aktionstagen in Kassel
    Cafe ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt-Bockenheim

    Sonntag, 21. August, 11 Uhr: Erzählcafé: Rheinmetall Entwaffnen
    Brotfabrik, Bachmannstr. 2-4, 60488 Frankfurt-Hausen

    Dienstag, 23. August, 19 Uhr: Veranstaltung
    Werkstattfilm, Wallstr. 24, Oldenburg

    Fehlt eine Veranstaltung? Dann schreib uns eine Email.

  • Kommuniqué No. 4: Kassel entwaffnen ist (k)eine Kunst

    Kassel entwaffnen ist eine Kunst

    Während die Produktion und Instandsetzung von Panzern und Waffen bei Rheinmetall auf Hochtouren läuft, beginnt in derselben Stadt eines der weltweit größten, alle fünf Jahre stattfindenden Kunstereignisse: die documenta. Wie passt das zusammen? War nicht die Kunst in der Geschichte der Menschheit immer auch eine Möglichkeit, die Gegebenheiten zu durchbrechen, Lücken zu reißen, einen anderen Blick auf die Welt zu gewinnen, für das ganz Andere, also die fundamentale Negation des Bestehenden, einzustehen? Oder ist sie doch nur der schöne Schein, der die Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse in einem verklärten Licht erscheinen lässt?

    Also fragen wir: Welche Rolle spielt die Kunst in diesem Spiel?
    Man darf sich nichts vormachen. Kunst wird gebraucht, missbraucht und vereinnahmt und ist Teil der ideologischen Absicherung des Spiels, genannt Kapitalismus. Auch die Manager*innen von Rheinmetall haben ästhetische Bedürfnisse. Doch erneut wird sichtbar werden, dass sich Kunst dagegen wehrt und man täte den Künstler*innen, die zur documenta 15 nach Kassel kommen, Unrecht, würde man ihnen sofort unterstellen, Teil des Spiels sein zu wollen. Im Gegenteil. Viele von ihnen werden versuchen, ihm etwas entgegenzusetzen.

    Die thematischen Schwerpunkte der diesjährigen documenta, Nachhaltigkeit und Kooperation, katapultieren uns mitten hinein in die Auseinandersetzungen. Kassel wird zu einer Art Schnittpunkt weltweit stattfindender Konflikte. Gerade jetzt erleben wir die Wiedergeburt des Imperialismus oder besser: der Imperialismen, und es genügt keinesfalls, allein auf die Figur Putin zu verweisen. Veränderte Formen von Imperialismus prägen die geostrategischen Auseinandersetzungen, auch jene um die natürlichen Ressourcen, aus denen Energie gewonnen werden kann, und durchziehen die Weltordnung, in der wir leben. Der Krieg in der Ukraine ist von dem katastrophalen Zustand dieser Erde, den man die „ökologische Krise“ nennt, nicht zu trennen: die Zerstörung, die dieser Kapitalismus braucht, um Profite zu erzeugen, tritt hier offen zutage. Auch im Krieg und durch Krieg verwertet sich Kapital um den Preis der Vernichtung von Mensch und Natur.

    Dies wollen wir in diesem Sommer in Kassel sichtbar machen. Und zu dieser Sichtbarkeit gehört eine beklemmende Sichtbarkeit der Unsichtbarkeit. Die ökologische Katastrophe, an der auch VW mit seinem Werk in Kassel seinen Anteil trägt, findet hauptsächlich woanders statt und für die Panzerproduktion von Rheinmetall wird Nachhaltigkeit zum An-Ästhetikum einer social-responsibility-Identität. „Unternehmerisches Handeln“ – so Rheinmetall – „hat weitreichende Auswirkungen. Dauerhaften Erfolg hat ein Unternehmen nur, wenn es ökonomische, ökologische und soziale Kriterien aufeinander abgestimmt in die Geschäftstätigkeit integriert und Mehrwert für sich, seine Mitarbeiter und die Gesellschaft schafft. Für Rheinmetall ist es daher selbstverständlich, im Rahmen seiner Möglichkeiten seinen Beitrag zu einer wirtschaftlich stabilen und ökologisch verantwortlichen Entwicklung der Gesellschaft zu leisten.“ Stammen diese Sätze, die in ihrer Absurdität nicht zu überbieten sind, aus der Kunst, vielleicht von einem Satiriker, oder aus der Marketingabteilung eines Tötungsspezialisten?

    Auch die documenta fokussiert Nachhaltigkeit. Doch unterstellen wir zunächst einmal: anders als Rheinmetall! Die Künstler*innen von ruangrupa haben etwas ganz Anderes im Sinn, wenn sie lumbung, den indonesischen Begriff für eine gemeinschaftlich genutzte Reisscheune, ins Zentrum der diesjährigen documenta stellen: „Als künstlerisches und ökonomisches Modell fußt lumbung auf Grundsätzen wie Kollektivität, gemeinschaftlichem Ressourcenaufbau und gerechter Verteilung und verwirklicht sich in allen Bereichen der Zusammenarbeit und Ausstellungskonzeption.“ Sie setzen so zumindest die Frage von Kunst und Politik auf die Agenda. Doch wenn diese Kunstausstellung mit wohlfeilen Worten der „Verantwortlichen“ aus „Politik und Wirtschaft“ eröffnet wird, dann ist ihren Worten zu misstrauen: Diese sollen dazu dienen, uns über das, was die Kunst uns an Beunruhigendem zu sagen hätte, zu täuschen. Sie sollen sie zum Teil des gesellschaftlichen Spektakels machen und jedes Potentials berauben, darüber hinauszuweisen.

    Vor mehr als 50 Jahren haben Guy Debord und die Künstler*innen der Situationistischen Internationale einen Begriff für den kapitalistischen Normalzustand gefunden, der noch immer oder mehr denn je zutrifft: das Spektakel. „Form und Inhalt des Spektakels sind identisch die vollständige Rechtfertigung der Bedingungen und der Ziele des Systems.“ Dazu braucht es die Kunst, auch wenn nicht jede Kunst dafür brauchbar ist. In seiner Wirklichkeit ist dieses Spektakel für Debord „die sichtbare Negation des Lebens“. Die sichtbarste Negation des Lebens aber ist der Krieg, egal ob er der Ausweitung oder Absicherung von Imperien dient, als Krieg gegen die ökologischen Lebensgrundlagen dieses Planeten geführt wird oder die Zurichtung der Subjekte zum Homo oeconomicus als ultima ratio des Lebens propagiert.

    Kunst als Ästhetisierung spielt eine wichtige Rolle dabei. Noch einige Jahre vor den Situationisten hat dies Walter Benjamin gewusst. Mehr denn je erleben wir mediale Ästhetisierungen, die vor allem die Politik bestimmen. Neu ist das nicht, neu aber ist die Breite, die dieses Phänomen gewonnen hat. Das hatte Benjamin so noch nicht vor Augen. Aber er wusste: „Alle Bemühungen um die Ästhetisierung der Politik gipfeln in einem Punkt. Dieser Punkt ist der Krieg. Der Krieg und nur der Krieg, macht es möglich, Massenbewegungen größten Maßstabs unter Wahrung der überkommenen Eigentumsverhältnisse ein Ziel zu geben.“

    Wir sind Aktivist*innen vom Bündnis Rheinmetall Entwaffnen. Wir glauben, dass die Kunst mehr weiß, als den Herrschenden recht ist. Würde sie nichts bewirken, dann müsste der Kapitalismus nicht derartige Anstrengungen unternehmen, Kunst im kapitalistischen Warenspektakel zu vereinnahmen. Wir glauben, dass politischer Aktivismus durch die Kunst lernen kann: in Bezug auf unsere Wahrnehmungsfähigkeit, auf der Suche nach Mitteln und für die Formen des Lebens und der Unversöhnlichkeit mit den herrschenden Verhältnissen von Unterdrückung, Ausbeutung und Krieg. In diesem Sinne begrüßen wir alle Künstlerinnen und Künstler, aber auch alle Besucher*innen auf dieser documenta, und laden sie ein, uns vom 30. August bis zum 4. September auf dem Camp in Kassel zu besuchen und sich an Aktionen gegen die Rüstungsindustrie zu beteiligen. Wir freuen uns auf einen kreativen, politischen und aktivistischen Sommer in Kassel. Wir glauben weder, dass Rheinmetall und VW, noch der kapitalistische Kunstmarkt und auch nicht der Krieg das letzte Wort haben werden. Venceremos!

    Rheinmetall Entwaffnen, Juni 2022

    Dieses Kommunique gibt es auch in englisch und spanisch.

  • Fotowettbewerb: Leoparden, Pumas und Marder in der Stadt…

    Liebe Kasslerinnen und Kassler,

    beteiligen Sie sich an unserem Fotowettbewerb und werden Sie Teil der documenta15. Es winken Überraschungspreise. Mitmachen lohnt sich!

    Liebe Anwohnerinnen und Anwohner,

    sie sind scheu und versuchen, jeglicher Aufmerksamkeit zu entgehen.
    Sie tarnen sich und wollen möglichst geräuschlos ihr Gehege verlassen. Doch als entschlossene Kasseler*innen sollten Sie sich nicht entmutigen lassen, denn immer wieder sind sie kurzzeitig im Stadtbild zu entdecken! Die Rede ist von Militärfahrzeugen, wie etwa dem Leopard-II-Panzer, der unter anderem hier in Kassel produziert wird und schon im Kosovo, in Afghanistan und Nordsyrien im Einsatz war.

    In unregelmäßigen Abständen sind die Fahrzeuge auf Kasseler Straßen unterwegs. Sie werden von einem Produktionswerk zum nächsten transportiert und verlassen schließlich über die Autobahn die Stadt. Haben Sie auch schon einmal einen halbfertigen Panzer auf einem Tieflader über den Holländischen Platz fahren sehen?

    Senden Sie uns jegliche Fotoaufnahmen zu, die Sie einfangen können! Diese werden auf unseren Online-Kanälen veröffentlicht. Die eindrücklichsten Motive werden mit einem Überraschungspreis ausgezeichnet und erste Fotografien bereits Ende August/Anfang September auf unserem Camp in Kassel ausgestellt. Das ist einer unserer gemeinsamen Beiträge zur documenta15.

    Einsendungen mit genauem Ort, Datum und Uhrzeit der Aufnahme bitte an rheinmetall-entwaffnen [at] riseup.net oder per Messenger an 0157-33465728 (Signal u.a.). Teilen Sie uns bitte auch mit, ob Sie namentlich als Urheber*in genannt werden wollen und wenn ja, unter welchem Namen. Einsendeschluss ist der 30.09.2023.

    Wir freuen uns auf Ihre Einsendungen!

    Mit antimilitaristischen Grüßen
    Rheinmetall Entwaffnen

    Einsendungen:
    https://twitter.com/REntwaffnen/status/1557263365554290688 (Foto)
    https://twitter.com/REntwaffnen/status/1561625218333847552 (Fotos)
    https://twitter.com/REntwaffnen/status/1559447596439060480 (Video)

  • Berlin: 10. Mai, 12 Uhr, Kundgebung Friedrichstraße 60

    Kundgebung beim Lobbyverband der deutschen Rüstungsindustrie BDSV (»Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie«)

    Dienstag, 10. Mai, ab 12.00 Uhr, Friedrichstraße 60, Berlin-Mitte

    Flyer

    Flyer Seite 2

    espanol
    Como mayor fabricante de armas de Alemania, Rheinmetall gana una fortuna
    con los sangrientos contratos de armas. Dejan que sus accionistas
    participen en esto: En la asamblea general anual del 10 de mayo se
    distribuirá una cantidad récord de casi 150 millones de euros como
    dividendo.

    Mientras los directivos y accionistas de la empresa se celebran a sí
    mismos en su mundo paralelo, nosotros arrastramos sus malditos negocios
    a la opinión pública. Les aguamos la fiesta, estén donde estén. Porque
    las guerras también empiezan aquí, ¡y nuestra resistencia también! Ven a
    la manifestación del 10 de mayo a las 12 horas frente al lobby de
    armamento BDSV en la calle Friedrichstraße 60.

    francais
    En tant que plus grand groupe d’armement d’Allemagne, Rheinmetall se
    fait une fortune avec des ventes d’armes sanglantes. Ils en font
    profiter leurs actionnaires*: Lors de l’assemblée générale du 10 mai,
    une somme record de près de 150 millions d’euros sera distribuée sous
    forme de dividendes.

    Tandis que les dirigeants d’entreprise et les actionnaires
    s’auto-célèbrent dans leur monde parallèle, nous mettons leurs affaires
    sanglantes sur la place publique. Nous gâchons leur fête, où qu’ils
    soient. Car les guerres commencent aussi ici – comme notre résistance !

    Venez au rassemblement du 10 mai à 12h devant le lobby de l’armement
    BDSV, Friedrichstraße 60!

    english
    As Germany’s largest arms manufacturer, Rheinmetall makes a fortune from
    bloody arms deals. They are letting their shareholders share in this: At
    the annual general meeting on May 10, a record amount of almost 150
    million euros will be distributed as a dividend.

    While the company managers and shareholders celebrate themselves in
    their parallel world, we drag their bloody business into the public eye.
    We spoil their party, no matter where they are. Because wars also start
    here – and so does our resistance!

    Come to the rally on May 10 at 12 o’clock in front of the arms lobby
    BDSV in Friedrichstraße 60!

  • Einladung zu Aktionstagen rund um den 10. Mai 2022

    Als größter Rüstungskonzern Deutschlands verdient sich Rheinmetall mit blutigen Waffengeschäften eine goldene Nase. Daran lassen sie ihre Aktionär*innen teilhaben: Zur Hauptversammlung am 10. Mai wird eine Rekordsumme von knapp 150 Millionen Euro als Dividende ausgeschüttet.

    Schon während der Pandemie lief das Geschäft mit dem Tod weiter wie bisher. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine schnellten die Aktien um das 2,5-Fache in die Höhe – bei einem Konzernumsatz von über 5,6 Milliarden Euro. Die Vorstände des Rüstungskonzerns und Automobilzulieferers Rheinmetall erwarten für das Jahr 2022 ein Wachstum von bis zu 20 Prozent – und lassen die Sektkorken knallen.

    Währenddessen öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter, hinzu kommt die Teuerung von Lebensmitteln, weltweit leben Milliarden Menschen in Armut, Hunger und Perspektivlosigkeit. Statt dem entgegenzuwirken pumpt die rot-gelb-grüne Bundesregierung 100 weitere Milliarden in die Bundeswehr und beschließt die Bewaffnung von Drohnen. Davon leben Konzerne wie Rheinmetall und deren Aktionär*innen.

    #100 Milliarden bessere Ideen!
    Die Gewinner und Verlierer in Zeiten der Krise und des Krieges sind klar. Rheinmetall-Boss Armin Papperger spricht davon, »Verantwortung für den Schutz von Menschen« zu übernehmen. Diese zynische Aussage zeugt von einer menschenverachtenden Haltung, die kaum zu übertreffen ist.

    Mehr Waffen tragen nicht zu einer Lösung von Kriegen bei. Sie schaffen keinen Frieden, sondern weiten den Krieg aus, sorgen für noch mehr Tote und noch mehr Leid. Militarisierung ist keine Solidarität. Wer Krieg befeuert, nimmt Kriegsverbrechen in Kauf.

    Wir brauchen Milliarden für das Gesundheitswesen, den Bildungssektor und für wirkliche Klimagerechtigkeit. Losgelöst von der aktuellen Debatte um die globale Abhängigkeit von fossilem Gas aus Russland brauchen wir ein Ende jeglicher fossiler Brennstoffe – und zwar sofort.

    Deshalb ist ein grundlegender Systemwandel nötig. Wir benötigen bedürfnisorientierte Produktionsweisen, kollektive und demokratische Lösungen statt grenzenlosem Wachstum.

    Kriegsprofiteur*innen die Party versauen!
    Die Aktionärsversammlung von Rheinmetall war in den vergangenen Jahren Anlass für vielfältige Proteste. In diesem Jahr findet sie erneut virtuell statt und ist eine Etappe für unsere Bewegungen. Der Rheinmetall-Konzern und seine Überwachungstechnik, die gepanzerten Fahrzeuge und die Bomben stehen für den Profitwahn eines kapitalistischen Systems, für die menschenverachtende europäische Grenzpolitik, für toxische Männlichkeit, für den globalen Raubbau an Natur und Ökosystemen.

    Während sich die Firmenmanager und Aktionär*innen in ihrer Parallelwelt selber feiern, zerren wir ihre blutigen Geschäfte in die Öffentlichkeit. Wir versauen ihnen die Party, egal wo sie sind. Denn Kriege beginnen auch hier – und ebenso der Widerstand!

    Daher rufen wir in der Woche des 10. Mai zu dezentralen Aktionen auf – in Verbundenheit mit all den Mutigen, die dieser Tage mit ungehorsamen und widerständigen Aktionen in Süd- und Osteuropa Militärtransporte verhindern und sabotieren.

    Schickt uns Fotos von euren Aktionen und Aktivitäten! Wir werden sie angemessen dokumentieren.

    Aufruf zu Demos und Kundgebungen anlässlich der Rheinmetall-Hauptversammlung finden sich hier: https://rheinmetall-hauptversammlung.org/aktivitaeten-um-den-aktionstag-10-mai-2022/

  • Berlin: Einladung zu offenen Treffen von Rheinmetall Entwaffnen

    Rheinmetall Entwaffnen hat in diesem Jahr Großes vor. Angesicht der Lage, Stichwort: 100 Milliarden für die Bundeswehr, ist unser politischer Kampf nötiger denn je. Rheinmetall Entwaffnen (RME) hat in den vergangenen Jahren kleine und größere Aktionen gegen Aufrüstung, Abschottung, Waffenproduktion und -exporte durchgeführt, auch in Berlin. Daran wollen wir anknüpfen. Wir laden all diejenigen, die ins Handeln kommen wollen, zu einem unserer nächsten offenen Treffen im April ein.

    Wir wollen zusammenkommen, um zu überlegen und zu planen, was wir in Berlin gemeinsam tun können, beispielsweise am Tag der Rheinmetall-Hauptversammlung, dem 10. Mai, und danach für die Mobilisierung zu den Aktionstagen im Sommer im Kassel. Das kann so vieles sein: Von Aktionen gegen Krieg, Bundeswehr und Rüstungsindustrie bis zu Aktionstrainings für Blockaden.

    Wir bringen ein paar Ideen mit, die auf der vergangenen RME-Aktionskonferenz am 26. März in Kassel besprochen wurden. Dabei geht es auch um die konkrete Ausarbeitung der kommenden Aktivitäten und der Aktionstage mit Camp vom 30.8. bis 4.9. in Kassel.

    Ihr seid herzlich einladen, euch einzubringen und mitzugestalten. Wenn euch weitere interessierte Gruppen und Personen einfallen, bringt sie gerne mit. Wir sehen uns auf unseren nächsten beiden Treffen:

    Zeit:
    Montag 11.4., 18 Uhr
    Montag 25.4., 18 Uhr

    Ort:
    Ida Nowhere, Donaustrasse 79, 12043 Berlin-Neukölln

    Das Treffen könnte mit einer Vorstellungsrunde und einer kurzen Skizze der Geschichte, dem aktuellen Stand der Kampagne und einem Bericht von der Aktionskonferenz beginnen, und dann mit einem gemeinsamen Zusammentragen von Ideen, Vorhaben und Planungen für die kommenden Wochen und Monate weitergehen. Wir freuen uns auf euer Kommen.

    Wenn ihr Interesse habt, aber an diesen Terminen nicht könnt, dann schreibt uns eine Email mit dem Stichwort „Offenes Treffen Berlin“ an: rheinmetall-entwaffnen [at] riseup [dot] net

  • Aktionstag gegen Krieg und Klimakrise: 27.März

    Für Klimagerechtigkeit, offene Grenzen, Abrüstung & Frieden

    Wir rufen auf zum dezentralen Aktionstag am 27.03.2022 gegen den Krieg, für Abrüstung, Klimagerechtigkeit und offene Grenzen!

    Der russische Angriffskrieg muss sofort gestoppt werden. Es braucht einen sofortigen Waffenstillstand und Rückzug der russischen Truppen aus der Ukraine. Wir stehen solidarisch mit den Menschen in der Ukraine und in Russland, die sich gegen den Krieg wehren. Nein zum Krieg, in der Ukraine und überall! #нет войны

    Kohle, Gas und Öl heizen nicht nur die Atmosphäre auf, sondern auch Kriege und Konflikte an. Die EU muss sofort aufhören den russischen Angriffskrieg durch Importe von Öl, fossilem Gas und Kohle mitzufinanzieren! Doch der Bau neuer Frackinggas-Terminals wäre fatal – das Gas kommt dann statt durch die Pipeline eben per Schiff aus anderen Weltregionen. Die Folge sind Landraub, Umweltzerstörung und Mord an Aktivist*innen, die sich dagegen wehren. Länger Kohle zu verfeuern oder Atomkraftwerke laufen zu lassen, wäre absurd. Der neue IPCC-Bericht zeigt deutlich wie nie: wir brauchen ein Ende aller fossilen Energien und dafür muss sich unser System verändern: Weg von der Illusion ewigen grünen Wachstums, hin zu einer demokratischen Produktionsweise, die sich an planetaren Grenzen und menschlichen Bedürfnissen orientiert. Energiesparen beginnt nicht an unserer Heizung, sondern bei Rheinmetall, Heckler&Koch und VW.

    Wir müssen nicht nur die ukrainischen Geflüchteten aufnehmen, sondern offene Grenzen für alle erkämpfen! Egal ob aus Moria oder Afghanistan, Solidarität bedeutet allen Menschen auf der Flucht bedingungslose Aufnahme und Schutz zu bieten. Das rassistische Grenzregime der EU muss abgeschafft werden! #abolishfrontex

    100 Milliarden für Aufrüstung beenden keinen Krieg, sie machen alles nur noch schlimmer. Mehr Waffen bedeuten mehr Krieg, mehr Konflikte und mehr menschliches Leid. In dieser Aufrüstungsspirale gibt es nur Verlierer, bis auf die deutsche Rüstungsindustrie. Statt 100 Milliarden in Panzern zu versenken und jährlich mehr als 2% des BIP – also über 70 Mrd Euro jedes Jahr – für Rüstung auszugeben, brauchen wir viel mehr Geld für Pflege, Bildung und öffentlichen Nahverkehr und den Ausbau von Erneuerbaren.

    Wir rufen auf zu vielfältigem Protest, zu kreativen Aktionen, Demonstrationen und Blockaden am 27.03.2022!

    Wir kämpfen gegen den fossilen, atomaren und militärischen Rollback! Wir stehen für Klimagerechtigkeit und offene Grenzen für alle!

    Unterzeichner*innen:

    Abolish Frontex

    Ende Gelände
    Fridays For Future
    Rheinmetall Entwaffnen

     

    Auch ihr wollt Teil des Aktionstages sein und den Aufruf unterzeichnen? Meldet euch bei aktionstag@ende-gelaende.org